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Anlagestrategie |
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25.01.2010
Januar 2010
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Moderates Wachstum für 2010 und darüber hinaus In Kürze verfügbar |  | Die im Lauf der vergangenen Wochen veröffentlichten Konjunkturdaten zeigen, dass sich das Wachstum in den großen Industrieländern gegen Jahresende tendenziell beschleunigt hat. Diese Daten deuten sogar auf eine sehr dynamische Wirtschaftsaktivität in den USA hin. Die ersten Schätzungen zum BIP-Wachstum für das 4. Quartal werden wahrscheinlich gut ausfallen, aber man darf diese auch nicht überbewerten. Trotz der dynamischen Tätigkeit in der Industrie ist kaum damit zu rechnen, dass die OECD-Länder wieder an das kreditfinanzierte Wachstum der Vergangenheit anknüpfen werden, welches weit über dem Potenzialwachstum lag. Die kommenden Jahre dürften von der Entschuldung der Wirtschaftsakteure, die bereits begonnen hat und nicht zwangsläufig gewaltige Einschnitte hinterlassen wird. geprägt sein. Des Weiteren wird es zu einer Rückkehr von stärkeren Kontrolle der staatlichen Ausgaben nach den ehrgeizigen Konjunkturprogrammen, die zur Bewältigung der Krise aufgelegt worden waren, kommen. Auch hier werden sich die Regierungen nach Möglichkeit Zeit für sanftere Ausstiegsstrategien lassen. Die Weltwirtschaft hat die Rezessionszone verlassen und unser zentrales Szenario rechnet nicht mit einem massiven Einbruch des Wachstums, sondern mit einer moderaten Wachstumsrate unterhalb des aktuellen Wertes. Auf kurze Sicht bleiben riskante Anlagen attraktiv Die Dynamik der jüngsten Zeit und der Optimismus der Anleger hinsichtlich der Konjunkturentwicklung dürften auf kurze Sicht riskante Anlagen - vor allem Aktien - begünstigen, die Auftrieb durch gute Unternehmensergebnisse und die anhaltend rege M&A-Aktivität erhalten dürften. Die Schwellenländer dürften in dieser Phase nicht überdurchschnittlich abschneiden, da ihre Bewertungen nach verschiedenen Maßstäben bereits recht angespannt sind und ihre wirtschaftliche Dynamik (vor allem in Asien) bereits zum Grossteil ausgereizt scheint. Die Suche der Anleger nach Renditen dürfte den Kreditmarkt sowie das High Yield-Segment, das in dieser Anlageklasse etwas interessanter bewertet ist, ebenfalls weiterhin stützen. Die nach wie vor sehr entgegenkommenden Äußerungen der Zentralbanken, die signalisieren, dass der geldpolitische Kurswechsel sehr behutsam erfolgen wird und die unorthodoxen Maßnahmen nicht abrupt eingestellt werden, stellen eine weitere Stütze für riskante Anlagen dar. Aber die Erwartungen können sich rasch ändern. Es ist Vorsicht angesagt Über diese taktische Wette hinaus sollte man sehr aufmerksam auf die ersten Signale einer Abschwächung des Wachstums achten, die unweigerlich strukturelle Zweifel an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs wecken werden (begrenztes Wachstum und hohe Arbeitslosigkeit, desolater Zustand der öffentlichen Finanzen, Entschuldung der privaten Haushalte, eventuelle Deflation etc.) und einen erneuten Anstieg der Risikoaversion sowie ein Ende der Kursrallye nach sich ziehen könnten. Diese Elemente könnten sich Ende des ersten Quartals oder im Verlauf des zweiten Quartals 2010 konkretisieren. |
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